Zwei Jungen und zwei Mädchen auf Treppe spielen mit Handys.

Zielgruppen der Kampagne

Kinder und Jugendliche:

Hauptzielgruppe der Kampagne sind die 12- bis 18-jährigen Computerspieler und Internetnutzer. Problematische und pathologische Computerspielnutzung kommt überwiegend bei Jungen vor. Mädchen neigen im Gegensatz dazu eher zu problematischer und pathologischer Nutzung von kommunikationsorientierten Internetangeboten (z.B. soziale Netzwerke und Chats).

Ins-Netz-gehen verfolgt in erster Linie das Ziel der Prävention von exzessiver Internet- und Computernutzung. Kinder und Jugendliche sollen einen kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit Computern und Smartphones lernen.

Die Kindheit und Jugend kann als eine Zeit der Identitätsfindung, des Lernens und des Erprobens beschrieben werden. Dies zeigt sich nicht nur im Umgang mit Suchtstoffen, sondern auch durch eine Vielzahl von selbst- und fremdschädigenden Verhaltensweisen. Von entscheidender Bedeutung ist es deshalb, Jugendliche und junge Erwachsene frühzeitig zu erreichen, ihnen in unterschiedlichen Lebensphasen die geeignete präventive Orientierungshilfe zu geben und bei der Bewältigung ihrer sozialen, psychischen und physischen Entwicklung glaubwürdig und mit entsprechender Fachkompetenz zur Seite zu stehen.

Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen:

Eltern, Angehörige und andere Bezugspersonen als zweite Zielgruppe anzusprechen, ist unter zwei Gesichtspunkten unerlässlich: Zum einen sind sie die entscheidende Instanz in der Erziehung und der Begleitung des Erwachsenwerdens von Kindern und Jugendlichen. Ihnen obliegen die Fürsorgepflicht und damit auch der Schutz vor schädigendem Verhalten. Eltern und Angehörige mit fachgerechten Informationen zu versorgen, sie über mögliche Entstehungsbedingungen von „Mediensucht“ aufzuklären und somit eine Sensibilisierung für das Thema zu erreichen, ist Grundlage für eine erfolgreiche Präventionsarbeit.

Zum anderen kann lösungsorientierte Elternarbeit dazu beitragen, bei gefährdeten oder abhängigen Jugendlichen ein Suchtverhalten aufzubrechen und ein Chronischwerden zu verhindern - durch Aufklärung, Beziehungs- und Verhaltensreflexion sowie darauf aufbauende Vermittlung geeigneter alternativer Verhaltensstrategien. Eltern und Angehörige können helfen, Grundlagen für Verhaltensänderungen zu legen, die in familiären Konfliktsituationen deeskalierend wirken, und damit dazu beitragen, akute Krisen bei betroffenen Jugendlichen abzumildern und ein weiteres Ausweichen in suchtähnliche Verhaltensweisen zu vermeiden.

Als dritte und vierte Zielgruppen werden Lehr- sowie Fachkräfte angesprochen. Der Bedarf der pädagogischen Fachkräfte, ihr Wissen um das Phänomen „Medienabhängigkeit“ auszubauen sowie ihre präventive Urteilsfähigkeit und Handlungskompetenz zu erweitern, wird als sehr hoch eingeschätzt. Je sicherer sich Fachkräfte in diesem Bereich fühlen, umso angemessener und frühzeitiger können sie fachgerecht das Thema behandeln (z.B. im Unterricht) und geeignete Interventionsstrategien zum Einsatz bringen.

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