Eltern mit Tochter und Sohn

Ziele von Ins-Netz-gehen.de

Bereits seit mehreren Jahren werden in verschiedenen Bereichen Präventionskampagnen auch im Internet verbreitet. Webbasierte Kampagnen haben viele Vorteile, insbesondere den leichten und zeitlich flexiblen Zugang, die großflächige Verfügbarkeit sowie die Möglichkeit des Anonymbleibens. Angesichts der zunehmenden Verbreitung der problematischen Internet- und Computerspielnutzung unter Kinder und Jugendlichen hat sich die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Ziel gesetzt, ihre Präventionsbemühungen in diesem Bereich zu intensivieren. Bereits 2011 hat die BZgA die Website www.ins-netz-gehen.de ins Leben gerufen, auf der sich Kinder und Jugendliche über die Gefahren des exzessiven Internetsurfens und Computerspielens informieren können.

Als oberstes Ziel der Präventionsbemühungen steht die Herstellung einer medialen Kompetenz bei Kindern und Jugendlichen. Sie sollen lernen, das richtige Maß zu finden. Dazu gehört, das eigene Nutzungsverhalten zu hinterfragen, Gefahren zu kennen und bei Problemen gegenzusteuern. Ziel ist eine ausgeprägte Medienkompetenz, die weiterhin eine Mediennutzung ermöglicht. Denn der komplette Medienverzicht im Falle einer „Medienabhängigkeit“ oder einer Gefährdung ist im Informationszeitalter weder realistisch noch wünschenswert.

Die Problematik der exzessiven Computer- und Internetnutzung wird zielgruppennah und niedrigschwellig behandelt. Die Kampagne ist in erster Linie darauf ausgerichtet, die Wirkung der Präventionsarbeit zu erhöhen, um somit der Entstehung übermäßiger Internetnutzung bei jungen Menschen vorzubeugen. Aus diesem Grund wird ein kritischer und verantwortungsvoller Umgang mit Computern und Smartphones gefördert.

Die Kampagne:

  • hilft Kindern und Jugendlichen, ihre nutzungsbezogenen Einstellungen und das Nutzungsverhalten positiv zu verändern und gibt Hilfestellungen, die zu einem gemäßigten Gebrauch von Computerspielen und Internet führen.
  • motiviert Kinder und Jugendliche, sich selbstkritisch mit ihrer Einstellung gegenüber der Computer- und Internetnutzung auseinanderzusetzen.
  • fördert die Bereitschaft zu Verhaltensänderungen von Kinder und Jugendlichen mit riskantem Verhalten.

Quellen:
Barak, Hen, Boniel-Nissim & Shapira, 2008

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