Ein Junge und zwei Mädchen sitzen vor einem Laptop

Soziale Netzwerke – Fakten und Gefahren

Jugendliche sind besonders fasziniert von sozialen Netzwerken, den so genannten „Social Communities“ („Soziale Gemeinschaften“). Nutzerinnen und Nutzer machen hier zunächst möglichst viele Angaben zur eigenen Person, z. B. zu Hobbys, Schule oder Partnerschaftssituation. Auch persönliche Fotos innerhalb der Netzwerke online gestellt werden. Darüber hinaus funktionieren die Sozialen Netzwerke über so genannte „Freundeslisten“, was eine weitreichende Vernetzung im Schneeballprinzip möglich macht: „Freunde“ von „Freunden“ können zu eigenen „Freunden“ werden. Die Kommunikation untereinander findet über Chats, Pinnwände, Kommentierungen oder persönlichen Nachrichten statt. Kurzum: In Sozialen Netzwerken können sich Nutzerinnen und Nutzer nicht nur untereinander austauschen, sie können sich zudem auch über ihre Profile, Fotos, Videos und Statusmeldungen („Postings“) selbst darstellen – ein entscheidender Motivationsgrund für Jugendliche. Dies funktioniert auch in Netzwerken, die sich lediglich auf Teilfunktionen beschränken wie z.B. die Fotoplattform Instagram, der Kurznachrichtendienst Twitter oder der Messenger WhatsApp.

Die Community besteht dabei aus Gleichgesinnten, aus „Freunden“, denen sich die Nutzerinnen und Nutzer in der Regel zugehörig und von ihnen verstanden fühlen. Der Freundeskreis aus dem „echten“ Leben findet sich in den Kontaktlisten ebenso wie Personen, die die Jugendlichen nur über das Internet kennen.

Da die Jugendphase durch Verunsicherung und Ängste geprägt ist und soziale Netzwerke in weiten Teilen für die interpersonelle Kommunikation genutzt werden, können gerade hier Probleme offen besprochen werden, die in einem „richtigen“ Kontakt eher peinlich wären. Hinzu kommt die permanente Möglichkeit, sofort eine Rückmeldung zur Selbstwirkung oder zur eigenen Position innerhalb der Community zu erhalten, z.B. durch „Gefällt mir“-Klicks auf eigene Statusmeldungen. Es kann für Jugendliche eine große Bereicherung und Entlastung sein, über ihre Probleme mit Freunden im Internet zu sprechen, auch wenn diese „nur“ online sind und am anderen Ende der Welt leben.

Dass virtuelle Beziehungen wichtiger werden als die „echten“ Freunde, zählt zu den wesentlichen Gefahren sozialer Netzwerke. Wer nur noch online mit seinen „Freunden“ kommuniziert, aber nicht mehr das Haus verlässt, läuft Gefahr, die reale Welt zu vernachlässigen.

Weiterhin problematisch können Cyber-Mobbing, die Verletzung der eigenen Persönlichkeitsrechte oder Datenschutzverstöße sein. Für Jugendliche können in der virtuellen Welt damit sehr reale Probleme entstehen, die belastend und unangenehm sind. Es ist deshalb wichtig, ihnen früh den risikobewussten Umgang mit den eigenen Daten beizubringen.

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