Ist Ihr Kind gefährdet?

Es gibt keinen Zeitpunkt X, ab dem Ihr Kind ein Problem mit der Computernutzung hat oder gar als „süchtig“ zu bezeichnen ist. Es ist für Eltern schwierig, bei ihren Kindern die Grenzen zwischen unproblematischem und problematischem Computergebrauch festzustellen. Auf der nächsten Seite werden Kriterien zur ersten Einschätzung aufgezeigt, ob Ihr Kind Computerspiele und Internet angemessen nutzt oder ob es Grund zur Besorgnis zu geben scheint. Wenn Sie drei der Aussagen in dem Fragebogen bestätigen, empfehlen wir Ihnen, sich mit Fachleuten zu besprechen und Rat einzuholen. Dafür eignen sich z. B. Erziehungsberatungsstellen oder Suchtberatungsstellen. Den Schweregrad der Probleme Ihres Kindes und welche Hilfen geeignet sind, können die Fachleute gut feststellen. Auch wenn Sie in der Einschätzung unsicher sind oder wenn Sie denken, dass Ihr Kind große Probleme mit Computerspielen oder dem Internet hat, sollten Sie sich unterstützen lassen.

In jedem Falle sollten Sie mit Ihrem Kind über Ihre Sorgen sprechen. Auch wenn Ihr Kind kein Problem zu haben meint, ist es Ihre Aufgabe, das Thema anzusprechen. Sie müssen damit rechnen, dass es Probleme zunächst leugnet oder nicht gesprächsbereit ist. Hier ist es keine Lösung, den Computerstecker zu ziehen oder ein Computerverbot auszusprechen. Wichtig ist es, Ihr Kind ernst zu nehmen. Beteiligen Sie es an den Überlegungen, wie das „echte“ Leben mehr Bedeutung bekommen könnte. Und scheuen Sie sich nicht, Unterstützung zu Rate zu ziehen. Achten Sie darauf, ob Sie bei Ihrem Kind Veränderungen gegenüber früheren Verhaltensweisen feststellen können, die nach Ihrer Einschätzung mit seinem Computergebrauch zu tun haben.

  1. Besteht bei Ihrem Kind ein starkes Verlangen, am Computer zu spielen oder das Internet nutzen zu müssen?
  2. Hat es keine Kontrolle über Beginn, Beendigung und Ausmaß des Computerkonsums?
  3. Hat ihr Kind versucht, den Computerspiel- und Internetkonsum einzuschränken oder aufzugeben, was wiederholt scheiterte?
  4. Möchte Ihr Kind den Computer und das Internet immer häufiger und intensiver nutzen, z. B. um Stress oder Aggressionen abzubauen?
  5. Wenn Ihr Kind den Computer nicht nutzen kann, fühlt es sich dann psychisch und/oder körperlich unwohl?
  6. Vernachlässigt Ihr Kind wichtige schulische und soziale Pflichten (Freundeskreis, Sportverein usw.) zugunsten des Computers?
  7. Spielt Ihr Kind trotz negativer Auswirkungen (z.B. Rückenbeschwerden oder Streit mit Ihnen) oft noch verstärkt weiter oder nutzt es trotzdem das Internet verstärkt?
  8. Haben Sie das Gefühl, Computer bzw. Internet dominieren Gefühle, Gedanken und Verhalten Ihres Kindes?

Wenn Sie sich Sorgen um den Medienkonsum bei ihren Kindern machen, unterstützen wir Sie mit einem speziellen Beratungsprogramm.

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