Zwei Lehrerinnen und ein Lehrer stehen von einer Tafel

Handy und Smartphone im Unterricht – Tipps für Lehrkräfte

Handys und Smartphones und Apps wie Facebook, Whatsapp und Instagram sind längst Teil des Schulalltags – und nicht selten Störenfriede im Unterricht. Für Lehrerinnen und Lehrer ist der richtige Umgang mit mobilen Geräten in der Schule deshalb von großer Bedeutung, damit sie nicht permanent die Aufmerksamkeit der Lernenden in Anspruch nehmen und ein gutes Lernklima möglich ist.

Handy in der Schule: verbieten oder nicht?

Ein komplettes Handyverbot an Schulen ist weder durchsetzbar noch wünschenswert. Zum einen ist es kaum kontrollierbar. Zum anderen haben Schüler natürlich das Recht auf ein Handy, vor allem je älter sie sind. Für viele ist es zentraler Bestandteil ihres Alltags, z.B. zur Kommunikation. Und auch die Eltern wünschen sich oft, dass ihre Kinder erreichbar sind. Dennoch sollte die Handynutzung nach Regeln erfolgen – am besten über eine sogenannte Handyordnung, die auch in die Schulordnung integriert werden kann. Hierfür sollten Schüler und Lehrer gemeinsam Regeln und mögliche Sanktionen erarbeiten, z.B. über eine Arbeitsgruppe oder im Rahmen einer Projektwoche. Auch Elternvertreter können hinzugezogen werden. Ein Regelwerk, das von allen Seiten akzeptiert wird, macht die Durchsetzung einfacher.

Empfehlenswert ist, ein Handyverbot während des Unterrichts zu vereinbaren. Das heißt, das Gerät gehört ausgeschaltet in die Tasche; natürlich auch während Klassenarbeiten. In den (großen) Pausen können Schülerinnen und Schüler ihre Handys benutzen, genauso in Notfällen. Bei Verstößen kann das Gerät von der Lehrkraft eingezogen werden. Auch Pausendienste oder Nachsitzen können, je nach Schwere, verhängt werden.

Bei der Erstellung einer Handyordnung sollten Lehrende jedoch einige grundlegende Dinge beachten:

1. Das Handy ist – wie auch der Schulranzen – prinzipiell Privatsphäre der Schülerin bzw. Schülers. D.h. es darf zwar konfisziert werden, der Inhalt ist für Lehrer aber tabu. Es sollte deshalb ausgeschaltet übergeben werden.

2. Das Handy sollte an einem sicheren Ort, z.B. dem Sekretariat, aufbewahrt werden.

3. Das Handy ist schnellstmöglich zurückzugeben, also spätestens am Ende des Schultags.

4. Eltern, Schüler und Lehrer sollte die Handyordnung gleichermaßen kennen. Informieren Sie deshalb ausreichend, z.B. über Rundschreiben oder bei Elternabenden.

Einen Leitfaden, wie Sie eine Handyordnung erarbeiten, sowie einige Beispiel-Handyordnungen von Schulen finden Sie hier: www.handysektor.de.

Peersprogramm: Von Schülern für Schüler

Daneben gilt: Machen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler fit, wenn es um den „gesunden“ Umgang mit Handy und Smartphone geht. Hierbei unterstützt Sie auch die BZgA mit Ihrem Peersprogramm, bei dem Schüler als „Net-Piloten“ in den Unterricht kommen und ihre Mitschüler über richtiges Mediennutzungsverhalten aufklären.

 

Wenn Sie sich Sorgen um den Medienkonsum bei ihren Schülerinnen und Schülern machen, unterstützen wir Sie mit einem speziellen Beratungsprogramm.

Mit dem Nachwuchs ins Netz gehen

Kompetent beraten

Das Netz praktisch nutzen